Abend mit Depotwirkung – Wiener Zeitung

Manche Musikerlebnisse offenbare ihre ganze Tragweite erst am Tag danach. Da ist zunächst das unmittelbare Erleben des Konzertendes. Das Nachlassen der konzentrierten Spannung, der Applaus, das Aus- und Aufatmen. Darüber hinaus gibt es aber noch ein Gefühl, das, nachdem es über Nacht langsam eingesickert ist, einem in den nächsten Tagen klar macht, etwas Besonderes erlebt zu haben. Die Darbietung des Pianisten Igor Levit von Dmitri Schostakowitschs 24 Präludien und Fugen op. 87 im Wiener Konzerthaus war so ein Abend. Ein Ereignis mit Depotwirkung. Zweieinhalb Stunden reine Spielzeit. Höchst (mitunter zu) anstrengend, vor allem zum Zuhören. Dass einige Besucher nach dem ...

Gepostet in der Kategorie Kultur (Anzahl der ansichten:) 8

Ähnlich Nachrichten