HANEKE UND CO.: Heimat großer, schräger Filme

Österreich, schrieb die „New York Times“ 2006, sei das Weltzentrum des „feel-bad cinema“ – ein Label, das dem heimischen Kino nach wie vor anhaftet. Die Auslotung menschlicher Abgründe und der gnadenlose Blick auf soziale Missstände: fürs Publikum internationaler Festivals ebenso „typisch österreichisch“ wie tiefschwarzer Humor. Dies nährt das Fremdbild eines Landes voller Flagellanten. Grund zur Klage bietet es freilich nur so lang, bis man es mit Preisen vergütet – und das geschah in den vergangenen 20 Jahren nicht zu knapp. Die Arbeiten von Haneke, Seidl und Co. machten den „österreichischen Film“ zu einer Arthouse-Marke mit erstaunlicher Zugkraft. Und die Selbsteinschätzung? ...

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