US-Trompetenstar Roy Hargrove verstorben – Basler Zeitung

Fünf Minuten und achtundzwanzig Sekunden Musik mögen genügen, um zu verstehen, weshalb Hargrove in den Nullerjahren als einer der hipsten Jazzer überhaupt galt. Man lege den Titel «Hard Groove» von 2003 auf von Hargroves Band RH Factor. Eine Art magischer Funk oder Neo-Soul mit Jazz-Improvisationen ist zu hören. Da ist Hargroves Trompete, vorerst cool gespielt, dann kraftvoll und mit fettem, fleischigem Sound in Höhen steigend. Eine Musik mit harmonischen Raffinessen ist «Hard Groove» auch – mit viel Raum zwischen den Tönen, atmend, fast wie beim Miles Davis der späten Achtziger, mit dem manche Hargrove verglichen haben. Man versteht, warum die ...

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